Theaterschiff läuft ausgezeichnet

Vor rund fünf Jahren hob sich auf dem Saarbrücker Theaterschiff „Maria Helena“ zum ersten Mal der Vorhang. Theatermacher Frank Lion hat sich mit dem eigenen Schiff seinen Traum erfüllt und ein deutschlandweit einzigartiges Projekt auf Kiel gelegt.


Theater statt Bier und Erbsen

Über ein Jahr lang ließ Lion den ehemaligen Frachtkahn auf der letzten saarländischen Werft, Gebrüder Wirotius in Rilchingen-Hanweiler, umbauen. Im Laderaum, einst gefüllt mit Stahl, Erbsen, Getreide oder Bier, wird seit Mai 2007 geistige Kost angepriesen:

Theater, Konzerte, Kino, Ausstellungen. Eine schwimmende Bühne, ein Konzertsaal im Fluss – das ist einmalig in Deutschland. Zwar gibt es hierzulande noch etwa weitere Theaterschiffe, die sind aber nicht mehr beweglich, sondern haben in einem Hafen festgemacht.



Auszeichnung vom Bundespräsidenten

Mittlerweile sogar „ausgezeichnet“, denn die einzigartige Spielstätte wurde vom Bundespräsidenten zum „Ausgewählten Ort 2008“ gekürt. Die Initiative „Land der Ideen“ prämiert jeden Tag eine besondere Lokalität - die einzige Auszeichnung für eine Kulturstätte im Saarland ging an das Theaterschiff.



Theater auf Reisen

Jedes Jahr geht die Maria-Helena zweimal auf Reise, lockt von Mai bis Juli und noch einmal im September in den Städten an Saar und Mosel mit Theater- und Musikveranstaltungen kleine und große Leute in ihren Bauch. Hinzu kommen Chansonabende, Kabarett und Theaterstücke für Erwachsene. Den Rest des Jahres liegt die Maria-Helena im Herzen Saarbrückens, direkt an der Alten Brücke, vor Anker und erwartet dort ihre Besucher.



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