+++ ZURÜCK +++ HAFEN  +++  FLASCHENPOST  +++ WEITER +++

LINKS

Ody`s Art•Schwimm, Hühnchen, Schwimm       

Compagnie Lion•Mesuline                                

Die Stichlinge•Kabarett

Contrapunkt•Vocalensemble

10.11.   Mi.    20 h         InZeit Ensemble   /   Play InZeit


InZeit ist ein 13-köpfiges Ensembles, das zur Gestaltung seines einzigartigen Sounds besondere MusikerInnen unterschiedlichster Herkunft vereint: Orchestermusiker, Improvisatoren, Neue Musiker und Elektroniker.


Zentrales Werk dieses Konzert, das im Rahmen von „strukturwandel – neues hören und sehen“ im Zusammenhang des von der Kulturstiftung des Bundes initiierten bundesweiten Netzwerk Neue Musik stattfindet, ist die Komposition "Drei Sätze zur Welt - eine EpiphaNie" von Alexey Weißmüller. Alexey Weißmüller ist Schüler des  Rotenbühl-Gymnasiums,Saarbrücken. Die Zahl drei spielt in Weißmüllers Komposition eine große Rolle. Das Stück besteht nicht nur aus drei Sätzen, sondern die Sätze geben Antworten auf die Frage "Was ist die Welt?" aus drei verschiedenen Blickwickeln. Während die Musiker Motive aus Friedrich Nietzsches Werk instrumental verwenden, steht dem Dirigenten Hugo von Hofmannsthals Gedicht "Was ist die Welt?" als Material zur Verfügung. Dritte Komponente bildet das Publikum selbst mit Christian Hoffmann von Hoffmannswaldaus "Die Welt" So wird die Zahl 3 mathematisch, mythologisch und musikalisch beleuchtet und gleichzeitig das Phänomen der Zeit untersucht und die Linearität derselben in Frage gestellt.

Die zweite Komposition des Abends entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Florian Penner (Absolvent der Hochschule der bildenden Künste, Saarbrücken) Florian Penner. Der Film "Automaten_01" evolviert den Rhythmus der Maschinen, die Ästhetik der Produktionsabläufe und die Dynamik der Automaten, die uns täglich dienen: Kunststoff, Metall, Lebensmittel, Tiere. All diese Produkte - beseelt oder seelenlos - werden für den Menschen in Non-stop-Arbeit von Maschinen hergestellt. Dabei greift der Mensch selber oft gar nicht mehr ein.

Beide Kompositionen sind eingebettet in ein Geflecht aus drei Werken von Wollie Kaiser, Claas Willeke und Stefan Scheib. Diese sind modular angelegt und lassen sich variabel kombinieren.

Der Titel von Wollie Kaisers Olimpische Augen bezieht sich sowohl auf eine zentrale Figur (Olimpia, die Automaten-Frau) als auch auf den zentralen Begriff (Augen) in der Erzählung "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann. Eines der wichtigen Stilmittel in Hoffmanns Werk ist das Changieren zwischen Realität und Illusion/Traum bis hin zum Wahnsinn. Dieser Dualismus spiegelt sich in der Komposition "Olimpische Augen" u.a. durch die Verwendung zweier sich durchmischender Tonalitäten im Tritonusabstand wider. Darüber hinaus spielen Parameter wie Härte, scheinbare Wirrnis und gleichförmige Motorik eine musikalisch symbolisch wichtige Rolle.

Claas Willekes Maschinengefühle 1-4 sind, eng am Titel, rein maschinelle Musik. 3 Computer und 3 Midicontroller, das Instrumentarium ist Thema, ebenso wie die Frage nach dem hörbaren "Ach" und dem sichtbaren Blick Olimpias, aber auch Ausweglosigkeit, eine Person zu lieben, die es gar nicht gibt...wer es hören und sehen will, muss fühlen.

Stefan Scheibs Coppelius Maschine 1-3 sind teils offene, teils fixierte Spielanweisungen zu Klangzuständen. Analog zu den Zahnrädern im Leib der von Coppelius erbauten Olimpia in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"  ist das Ensemble in Gruppen aufgeteilt, von denen jede ihrer eigenen Aufgabe nachgeht,in dieser aber auch in das Geschehen der anderen Gruppen einwirken kann. Dadurch entwickelt die Maschine im Gegensatz zu Copellius toter Mechanik Roboter ein Eigenleben mit Hang zur Anarchie.


Eintritt:    10,-  EUR,    /    erm. 5,-  EUR            Kartenreservierung  unter  0681 - 65817

Wir freuen uns auf den

„launigen Weihnachtsreigen“ mit dem

„HühnchenTrio“



14.12. 2008       Sonntag      18.oo h

Einlass    17.30 h



Eintritt   € 15,-   /   ermässigt    € 10,-

Kartenreservierung unter 0681-65817